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Einmal um die ganze Welt ...

....nahm die Stadtkapelle Laupheim die zahlreichen Besucherinnen und Besucher im fast voll besetzten Kulturhaus am vergangenen Samstag mit. Beim traditionellen Frühjahrskonzert hieß es dieses Jahr "MUSIK INTERNATIONAL - mit der Stadtkapelle um Welt!". Und so vielfältig wie die Länder, die am Konzertabend im übertragenen Sinne besucht wurden, war auch das musikalische Programm, das die Reiseleiter, Heike Braiger und Musikdirektor Dr. Rustam Keil, zusammengestellt hatten.

Im ersten Teil präsentierten sich die rund 30 Musikerinnen und Musiker von "Querschlag", dem Flöten- und Percussionsorchester der Stadtkapelle, bestens vorbereitet und in großer Spiellaune. Mit dem Stück „Persischer Marsch“ von Johann Strauß (Sohn) wurde das Konzert eröffnet. Der frisch gebackene stellvertretende Vorsitzende Dennis Barth führte unterhaltsam durch den ersten Programmteil. Es folgte ein musikalischer Ausflug nach Kenia, und zwar mit dem dem Stück „Safari Adventure“ von David Krohn, das die Besucher in die Savannen, Seen- und Sumpfgebiete des afrikanischen Landes versetzte. Von dort ging die Reise nach Frankreich, genauer: in die Metropole Paris. Querschlag präsentierte den Titel „Poupée de cire, poupée de son“ von Serge Gainsbourgh, mit dem France Gall 1965 den Grand Prix Eurovision de la Chansons gewann. Keltische Klänge erfüllten den Konzertsaat bei den Arrangements von David Krohn und entführten die Zuhörer mit Flötenklängen und Malletsspiel und der vollen Bandbreite des Schlagwerkes ins Reich der Schotten. Anschließend ging es mit Tobias Lempfers „Yosemite tales“ über den großen Teich in die USA, wo östlich von San Francisco der fabelhafte Yosemite-Nationalpark mit seinen Mammutbäumen wartete. Als Zugabe spielten die Musiker „King Cotton“, einen amerikanischen Militärmarsch von John Philip Sousa.

Nach der Pause eröffnete das Blasorchester der Stadtkapelle den zweiten Konzertteil mit dem ganz großen symphonischen Bläsersound. „Praise Jeruslaem“ stammt aus der Feder des großen Meisters der Blasorchestermusik Alfred Reed. Bei diesen Variationen über ein Osterlied aus Armenien aus dem 7. Jahrhundert wurde jede Klangfarbe des Blasorchesters ausgeschöpft und ließ Holzbläser, Blechbläser und Schlagwerk in voller Pracht erstrahlen. Ein Highlight in der Programmfolge war sicherlich "Funiculì, Funiculà“. Das volkstümlich gehaltene Lied in Neapolitanisch stammt aus dem Jahr 1880 und wurde aus Anlass der Eröffnung der Standseilbahn auf den Vesuv in Italien komponiert. Diese Standseilbahn wurde 1944 beim Ausbruch des Vesuvs völlig zerstört, das Lied aber lebt bis heute erfolgreich als klassischer Evergreen weiter. Die beiden vorgenannten Stücke wird die Stadtkapelle auch beim Höchststufenwertungsspiel in Hohentengen im Landkreis Sigmaringen der Jury präsentieren.

Mit dem Konzertmarsch „Attila“ des Komponisten Julius Fučik machte das Orchester einen Schlenker nach Ungarn und erzeugte beim Publikum Imaginationen von einer rasenden Reiterei in der Pannonischen Tiefebene. Nach dem wilden Ritt stand die Besichtigung der grünen Insel an. Im Norden Irlands – mit dem Stück „Carrickfergus Posy“ von James L. Hosey – begonnen, setzte sich die Reise ins Herzen des Landes fort. Die gewaltige Tondichtung „Gaelforce“ kann sowohl als „Kraft der Gälen bzw. Iren“ als auch im doppelten Sinne als „Kraft des Windes bzw. der Bläser“ verstanden werden. Die Kraft der Komposition, für die Peter Graham drei alte Volkslieder als Vorlage nutzte, liegt vor allem im Wiedererkennungswert. „Dieses Stück hat Ohrwurmcharakter“, sagte Armin Büchele, stellvertretender Vorsitzender.

Für das Publikum gelang die Weltumrundung offenbar ganz ohne Reisestress. Langanhaltender Beifall bescherte ihm zwei Zugaben. Beim letzten Stück, dem weltbekannten Radetzky-Marsch von Johann Strauß (Vater), der vom Blasorchester und Querschlag gemeinsam aufgeführt wurde, wurde kräftig mitgeklatscht - ehe der für alle Beteiligten erfolgreiche Konzertabend bei einer Bewirtung im Foyer ausklang.

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