Hoher Seegang: Gute Unterhaltung auf Traumschiff MS Laupheim beim Musikerball
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Erneut war die in tagelanger Arbeit in eine Narrhalla verwandelte Herrenmahd-Sporthalle in Laupheim ausverkauft, als die Stadtkapelle am Samstag, den 18. Februar 2012 zum traditionsreichen Musikerball lud. Nach der Begrüßung durch den Musikvereins-Vorsitzenden Gerhard "Joe" Baur, der den vielen Helfern und Sponsoren dankte, die zum Gelingen des Balles beitrugen, marschierte die Bordkapelle, begleitet von den Laupheimer Narrenzünften, in den Festsaal ein und das Traumschiff MS Laupheim stach in See.
Auf der Showbühne des Luxusliners boten die "Private Dancers" der Stadtkapelle Exotik mit ihrer Tanzchoreografie im Stil der Bollywood-Filme. Anschließend brachte die Tanzkapelle "Cocktail" das Passagierdeck mit einer Stimmungsrunde in Schwung. Für die jungen Kreuzfahrer trat dann eine Newcomer-Rap-Gruppe auf die Bühne (Nicolas Allgaier, Dennis Barth, Susanne Dittmar, Marion Kohler, Markus Müller). Mit dem Stadt-Stadt-Stadtkapell-Rap warb die Band für das Städtchen, das dem Schiff den Namen gab.
Die Schiffsleitung warnte in einer Filmeinblendung vor dem berüchtigten Trickbetrüger Kächele (Frank Schneider), der unter allerlei Vorwänden versucht, in Diebesabsicht in die Passagierkabinen zu gelangen. Auch bei Landgängen wird vor dem eloquenten Schurken gewarnt. So versuche er derzeit, den gutgläubigen Passagieren Schrottimmobilien anzudrehen. Sein neuester Deal war eine Stadtvilla am Laupheimer Marktplatz 1 mit aussichtsreicher Dachterasse und eigenem Facility-Manager (Bürgermeister Kapellen in einem Kurzauftritt).
Probleme hatten zwei Stars des Luxusliner-Showprogramms: Das Posaunisten-Duo Tobias Herzog und Christian Rosteck war durch Unfälle behindert: Beim einen beide, beim anderen ein Arm außer Gefecht - wie kann man da Posaune spielen? In einer musikakrobatischen Meisterleistung bewiesen die beiden Künstler mit Begleitung durch die Bord-Combo (Uli Barthold, Joe Baur, Thomas Hermann, Rustam Keil, Arnfried Oehme, Michael Porter) live, daß es geht: Der eine bläst das Instrument, der andere bedient den am Hosenbund befestigten Posaunenzug mit Hüftschwung.
Bürokratie treibt sogar auf einem Traumschiff die Gäste zum Wahnsinn. Die Passagierin (Marion Kohler), die ihren Hochsee-Angelschein verlängern lassen will, scheitert an Arroganz und Faulheit der zuständigen Beamtin (Susanne Dittmar).
Auf der Showbühne des Dampfers dann eine besondere Augenweide. Ein Männerballett bot einen intensiven Paartanz mit aufreizenden Partnerinnen - in welchen einschlägigen Geschäften die Tänzerinnen mit luftgepolsterten Gummigliedern zu bekommen sind, sei hier verschwiegen.
Effektvoll zeigte sich die Tanzdarbietung der "Hühner auf Drogen". Die Schwarzlicht-Nummer wurde von der Jugendabteilung der Stadtkapelle einstudiert (Einstudierung Kerstin Müller).
Ganz ungewöhnliche Mittel wählte die Dame (Marion Kohler) am Pool des Sonnendecks für ihre Schönheitspflege. Mit Marmelade, Schuhcreme, Maggi-Würze und allerlei anderen Stoffen versuchte sie, mit ihrer attraktiven Konkurrentin (Susanne Dittmar) mitzuhalten.
Im Bordkino dann eine eine Reportage von "Stadtkapellen-TV". Eine Bordkapelle muß natürlich schlechtwetter-erprobt sein. So sollte es für die Musiker kein Problem sein, auch beim von Stürmen, Regengüssen und Hagelschauern heimgesuchten Biberacher Schützenfest teilnehmen zu können. Keine Frage, daß die Kapelle die Prüfung durch die Schützendirektion bestanden hatte: Der Waschanlagentest bestätigte, daß die Truppe wetterfest ist.
Eine spannende Show boten die "Private Dancers" mit einer gelungenen Choreografie zu Melodien aus den "James Bond"-Filmen.
Landausflüge in wilde Gebiete können sich zu gefährlichen Abenteuern entwickeln. Einem gelangweilten afrikanischen Stammeshäuptling (Michael Porter mit Schlagzeugern der Stadtkapelle und seiner Schlagzeugschule Rhythmpoint) gelüstete es statt nach Gemüse und Salat nach Menschenfleisch. Seine Wahl fiel auf ein Paar der Traumschiff-Reisenden. Doch Bürgermeister Kapellen meisterte alle Dschungel-Camp-Herausforderungen , um seine Ehefrau vor dem Kochtopf zu erlösen. Ob das Verspeisen von Känguruh-Hoden oder Negertanz: Nichts konnte den Bürgermeister erschüttern.
Zum bruchlosen Ablauf des Musikerball-Programmes trugen der souveräne, junge Moderator Achim Groner und die Stadtkapellen-Combo bei, die die Umbaupausen gekonnt überbrückten. Das zum Motto passende Bühnenbild hatte Stadtkapellen-Musiker Roland Fieger wie immer stilvoll und in Nachtarbeit hergestellt.
Bis in die frühen Morgenstunden feierten die Gäste noch zur Musik von "Cocktail" auf dem Traumschiff MS Laupheim, das von der Stadtkapelle ohne Pannen sicher geführt wurde.
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